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Lesekatzen

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Vier Katzenbesitzerinnen bloggen gemeinsam über das, was sie neben ihren Vierbeinern am meisten lieben: BÜCHER!!!

Wer will schon ewig leben?

Heliosphere 2265 - Band 24: Endspiel - Der letzte Schlüssel (Science Fiction) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
"Doch das Schicksal kannte kein Erbarmen."
Zyklusfinale! Was ein Wort, so viel Macht darin. Man weiss sofort: Das wird kein x-beliebiger Schritt innerhalb der Serie werden. Erst einmal: Doppelt so viel Story in einem Band. Und es passiert so unglaublich viel. Das darf ich hier wieder gar nicht alles aufzählen. Ich schau' mal grad auf meine Smart-Wall aus Saphirglas, auf der der niemals aus der Mode kommende Song: "Who wants to live forever" läuft. Ich hab' es ja so sehr gehofft, dass mir dieser Teil gefallen wird. Und mein Wunsch ging in Erfüllung. Gleich in mehrfacher Hinsicht.

„Hi, wie geht's?“ Dann erklang ein Pulserschuss. „Stimmt, scheiß Tag heute.“
Darf ich vorstellen, Michael Aury. Der Char, dem grad mein ganzes Interesse zufliegt. Und er trägt verdammt noch mal Lederhosen! Was in meinem Kopf dazu für eine Kino anspringt, wollt ihr gar nicht wissen. Aber da ich den Kerle noch nicht so einschätzen kann - bis auf die Tatsache, dass seine Sprüche genauso locker sitzen wie sein Zeigefinger am Pulser - nervt mich an ihm bisher nur die Tatsache, dass er als Pirat der Zukunft grundsätzlich mit den Achseln zuckt - so ein Rebell!


"Das war eindeutig meine Sturm-und-Drang-Phase."
Die schönen Zeiten sind vorbei. Und Aury mein Schimmer am ansonsten düsteren Tag. Zu erst einmal wurden die ganzen Schlüsselträger eingesammelt und enthüllt. Dabei, nicht verhandelbar, ein bisschen was zerschossen, worunter auch Alpha-Wolf Ortega leiden musste. Und es gab' noch mal eine Stippvisite in der 'Totenwelt' die mich nicht wirklich überzeugen konnte. Auch nicht überzeugt bin ich von der Errungenschaft der Geschmacksstoffe der Zukunft bei denen es keinen Unterschied mehr zwischen Milch und Saft gibt - ih bäh. Noch mehr bäh finde ich ja 'weganische Schnecken'. Das sind jetzt aber alles nur so kleine Hinwendungen an die Nebensätze.

Die Haupthandlung verläuft ja auf einen ganz anderen Punkt zu. Die Möbiusschleife: „Denn alles entstand aus etwas Anderem heraus, das vorher da gewesen war. Jeder Zustand entsprang aus einem Zustand.“ Und über den Satz könnt ihr mal nachdenken. Weil dieser ganze Determinismus-Quatsch ist zum Haare raufen. Und ich glaube, nur deshalb haben sich Philosophen und Theoretiker diesen auch ausgedacht. Um etwas zu haben, das sie zerdenken können. Ich bin ja zum Glück nur eine Leserin und daher steht es mir frei zu sagen: Ich werd' da jetzt nicht weiter drüber grübeln. Nehme das einfach hin und leide lieber mit den Charakteren.


"Das sind hypothetische Probleme für einen anderen Tag."
Ach was soll's - leiden… ich hab' ja Grund mich zu freuen! Lukas' Bild ist eingebrannt in mein Hirn, mit seinen blutenden Fingern. Der Kerl legt jetzt gerade einen großen Vorsprung zwischen sich und Aury um den Platz meines Lieblingschars. ALPHA hingegen hat es jetzt nicht so gut getroffen, wenn ich ehrlich bin, macht er mir 'ne Scheiß-Angst. Und während Jayden kurz überlegt, ob er nicht doch einen Kindergarten befehligt - was ein eleganter Schwung zu Kirby ist, die wir erst mal nicht wiedersehen und uns jetzt bald in das Spin-Off stürzen können - haben wir in der LR gemeinsam beschlossen alle dem "Wer hasst Sjöberg am meisten"-Club beizutreten.

Ein paar weitere hübsche Ausschläge gab es dann von Schönberg (dat's dem Sjöberg sein unbekannter Zwilling, danke Ta!) gegen Richard und über "Büroklammern, Spucke und Kaugummi"-Reparaturen. Und einen Schlag gibt es von mir, dem Richard auf die Zwölf, weil er ein Trottel ist und ich ihm hiermit die ultimative: "Nase-in-das-Buch"-Strafe aufbürde. Und zwar in das Handbuch für Bösewichte. Wen man auch mal mit 'nem Buch links und rechts eine geben könnte, sind dann die Präsi und der Schmierlappen von Stellvertreter. Und siehe da, ich habe alle meine Stichpunkte vom Notizblock eingebaut und nicht groß gespoilert.

 

Fazit: 
Lesen.
Autor Suchanek hat im Nachwort (damals) schon dazu geschrieben, er hätte die Eckpfeiler für bis sage und schreibe Band 50 in der Schublade. Und da die aktuellen Teile schon bei 38 (plus SpinOff) angekommen sind, weiss ich beruhigt, ich werde noch viele schöne Stunden in diesem Universum haben. Mit Dingen die ich doof finde oder mir zu hoch sind. Mit emotionalen Hieben und dem Wegwerfen meiner Feuerzeuge.

Dieses Finale ist… genauso wie ich es mir nur wünschen konnte. Und ich feiere es in der Leserunde, damit ich euch nicht ärgere. Hier sind Dinge zum Tragen gekommen, die so schon von Anfang an geplant waren. Ich weiss so langsam wie wertvoll "plotten" sein kann, wenn das hier dabei raus kommt. Denn man darf nie vergessen, dass jeder Teil nur knapp 100Seiten umfasst. Das ist eine Kunst für sich, die hier alle paar Monate geliefert wird. Ich preise in den höchsten Tönen, wie mir scheint. Verdient hat die Serie es als Ganzes und dieses Finale insbesondere.




 
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/09/rezension-heliosphere-2265-endspiel-by.html