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Lesekatzen

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Vier Katzenbesitzerinnen bloggen gemeinsam über das, was sie neben ihren Vierbeinern am meisten lieben: BÜCHER!!!

Ne Stulle für die Trulla

Dunkelwelt: Die Schrecken von Sahlburg, Band 5, Fantastikserie - Peter Schünemann
„Sie wollten am BTG nur in Ruhe lernen,
aber ständig kamen Dämonen dazwischen.“

Die Key, ja die Key hat ein Abo auf die Sahlburg-Bändchen und dankt dem TextLustVerlag hiermit recht herzlich. Deswegen hat sie sich auch sehr gefreut, das brandneue Heftchen direkt zu bekommen. Dunkelwelt - zusammen geschrieben, nicht wie der Titel weiß machen will: Dunkel Welt. Und ja, so was macht einen Unterschied! Ebenso bezeichnend wie der Titel sind in dieser Serie nämlich auch die Cover. Und was haben wir da? Eine Mauer, eine Tür, einen Stuhl und ein Taschentuch. Das ist echtes Stillleben (ernsthaft 3'l'?), verehrte Leser. Aber um das gleich vorweg zu nehmen. Ich find' die Cover nicht sehr spektakulär. Dabei ist das hier schon besser als die Bilder zu: Todeskonzert (Band 1) oder Friedhofsnacht (Band 4). Aber was ist jetzt an dem dusseligen Stuhl so dunkel? Na, das müsst ihr schon selber heraus finden! Aber nur so als Tipp: Ich würd' mich da ja nicht drauf setzen!


Wir sind wieder an einer ungeraden Zahl angelangt und diese gehören in dieser Serie Autor: Peter Schünemann. Aus seiner Feder entspringt mein geliebtes Team 'Sunnydale'. Und man kann es gar nicht oft genug erwähnen, die anderen Bücher der 'Schrecken von Sahlburg' stammen von Ben B. Black mit Jan, Stefan und Julia.
Schon durch vier Geschichten sind wir mit den Jugendlichen und ihren Helfern gegen die Dämonen gewandert. Und was haben wir bisher gelernt? Sahlburg ist ganz schön groß! Sahlburg hat Geheimnisse, die alle immer irgendwas mit Benedict Thurm zu tun haben, einem ominösen Stifter. Nach ihm benannt, eben jene Bibliothek, die Realschule und das Gynmasium. Kennengelernt haben wir schon den ein oder anderen privaten Haushalt, ein Krankenhaus, eine Kirche und Friedhöfe. Diesmal gibt es zusätzlich noch den "Verein der Freunde Sahlburgs e.V." obendrauf. Was uns nicht wieder über den Weg getrappelt ist, ist das 'deVaer Grimorium'.


 „Noch nichts Genaues weiß man nicht.“ 
Genau: Die Referendarin, die von der grauen Maus - die zum Heulen in den Keller flüchtet, weil der blöde Dennis aus der 9b sie mal wieder so richtig vorgeführt hat - zum heißesten Feger des Kollegiums mutiert. Und plötzlich stellt sich die Frage: Wie hat die Pfannschmidt das zwischen Ethik und Biologie in der 5.Std hinbekommen? (Wobei nur ganz kurz: Morgens hatte sie angeblich Bio in der Sekundarstufe 1. Danach eine oder eine Doppelstunde Ethik und dann frei bis zur 5. … Also kann die Ethikstunde ja nur in der 2. gewesen sein, oder? - Nur für mich so zum Verständnis.)
Dies ist dann auch der Punkt an dem Blöthi, Strebi und Brettchen wieder ins Spiel kommen. Wie das eben so ist in der Schulzeit, jeder kriegt einen total bescheuerten Namen verpasst. Selbst die Lehrerin: „Pfanni“ - der Name hätte sogar gepasst. (Wenn auch ein Simplizität kaum zu unterbieten.) Tja, aber wenn deine Referendarin auf einmal Selbstbewusstsein bekommt, ihre braunen Augen Blau werden, sie statt Mausgrau schwarze enge Lederhosen trägt, die Ökolatschen gegen Highheels tauscht und obendrauf die blonden Haare Rot färbt - ja also spätestens dann is das keine ‚Pfanni‘ mehr sondern MP (jede Wette Englisch ausgesprochen). Denken sich auch die Schüler rund um Pöpel-Boy Dennis.

Aber nur Anne, Tom und Sarah  - die neuen Unzertrennlichen - wissen etwas, das die anderen nicht wissen. Es gibt Dämonen und sie sind direkt unter uns! Und mit direkt, meine ich DIREKT - im Keller des Gymnasiums! Und scheinbar hat der neueste Unterweltler das Talent aus kleinen unscheinbaren Frauen ohne Rückrat und Courage die reinsten Teufelinnen zu machen - obwohl ich ja schon - als es um rote Haare und sexy Outfit ging an eine Succubus denken musste. Hoffentlich frisst sie Dennis! Und spätestens seit: „Fack ju Göhte“ hab’ ich gehörigen Respekt vor Aushilfslehrern und Referendaren und allen die sich für solche ausgeben! Auch ohne Dämonen! Und Maria - ehm ‚Pfanni‘ mein’ ich lernt das jetzt auch auf die etwas andere Art: 'Heul’ leise, Dennis!' Irgendwie, trotz Dämon kam ich nicht umhin mir zu denken: ‚Strike!‘


 „Sucht das goldene Einhorn!“

Und doch schafft es Schünemann, mir glaubhaft zu machen, dass Dennis einem nur Leid tun kann. Als er dann da stand und selber auf der Schnauze landete, als mein Lieblingsteam ihm helfen wollte und er gegangen ist ... ja, da hatte ich Mitleid.
Thema Charakterentwicklung: es sind immer nur so Tippelschritte. Sarah und Tom kommen sich nicht näher, aber da sind Andeutungen, dass es nicht in Vergessenheit geraten ist. Sehnsüchtig erwarte ich den Moment, wenn in Band 150 irgendwann mal Tom die Glühbirne aufgeht. Mir selbst bleibt sie leider aus, denn ich habe so überhaupt keine Ahnung was es mit dem Anrufbeantworter und dem Schlüsseldienst extraordinär auf sich hat. Dass da Erwachsene im Hintergrund mitwirken ist klar, aber was das für ein Club ist, das weiß ich wirklich noch nicht. Es bleibt also mal wieder ganz viel offen. Zum Glück!
 
 
Fazit:

Soll ich? Soll ich nicht? Eigentlich müsste ich etwas zum Ausgang dieses Bandes sagen, weil er GUT ist. Aber bei 60 Seiten kann man das einfach nicht tun! Hier ist ja beinah schon der Klappentext zu viel gespoilert! Wirklich, diese Bändchen kann man mal eben verschnabulieren. Man weiß sofort wieder wer wer ist und lässt sich auf das neue Abenteuer ein. Aber diesmal gab es ein zwei Ecken die mich verwirrt gucken ließen. Inhaltlich spreche ich das eine jetzt nicht an, formal aber mal ne Frage in die Runde: Was bitte sind "winkende Augen"? Klar im Zusammenhang ist mir das schon logisch - hektisch mit den Augen hin und her gucken. Aber ich bin doch leider jemand mit zu viel Vorstellungskraft und wenn da steht: Sie winkte mit den Augen. Ehm ... JA! Ich sehe dann jemanden der zwei ausgerissene Augen in der Hand hält *wedel wedel*. 
Andere Anmerkung: Wo haben die Drei denn zwischen Schulschluß und Aufbruch Rucksäcke her mit: "anderen nützlichen Dingen"? Was auch immer da für Gadgets drin waren, benutzt haben sie sie nicht. Außer den Stullen. 

Apropos Stullen. Danke für die Stulle! Allein das Wort ließ mich lächeln. Genauso wie: Trulla! 


Urteil: Wunderbar.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2015/05/rezension-dunkelwelt-peter-schunemann.html