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Lesekatzen

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Vier Katzenbesitzerinnen bloggen gemeinsam über das, was sie neben ihren Vierbeinern am meisten lieben: BÜCHER!!!

Cross-In

Heliosphere 2265 - Band 22: Heimkehr (Science Fiction) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
"Salzstreuer, pfff."
So fürchterlich wie ich den letzten Teil fand, weil es so Auf und Ab ging und man sich doch irgendwie durch die Probleme gewuselt hat, bei Gefahr irgendwie heraus kam und dann am Ende auch noch irgendwie eine andere Rasse ein As im Ärmel hatte, so kann ich sagen: das Glück ist aufgebraucht.

Fängt dann noch ganz locker an. Wie der Titel es tatsächlich vermuten lässt, gibt es das große Wiedersehen. Schön? Nun ja, für die meisten. Erst einmal zu einem meiner Lieblingsthemen im suchanek'scher Schreibe. Die Prologe. Ich find die ja meistens gemessen an der Länge jedes einzelnen Bandes zu lang oder zu umfänglich, irritieren mich halt eben. Diesmal hat er das echt super gelöst. Und dafür gibt es glatt 'ne Extrakatze. Wir fangen nämlich noch mal nen Schritt früher an und schauen uns den letzten Funkspruch aus dem vorigen Teil genau an. Gestückelt wird dieser jetzt und leitet dazu über alle möglichen Schauplätze und Darsteller zu zeigen, die diese Nachricht erhalten. Wir erfahren also wie jeder reagiert.


"Wie meist war seine Frau gegen Subtext gefeit."
Dies ist dann wohl der 'J'-Teil. Denn es geht um Joey, John, Janos, (B)Jörn und Yuna. Wie jetzt ihr habt das J in Yuna nicht gesehen? Hm… Dabei klaut diese Frau doch fast der ganzen ersten Hälfte die Show. Sie ist echt super drauf, so als Mutter, Ehefrau und Schwiegermutter. Wir schauen uns auch noch kurz an wie Lukas Michael beim Trinken verläd und wie mal bisschen Nachwuchs produziert wird. Nein, nein eine klare ausgeschriebene Bettszene gibt es nicht, aber wer hat denn auch was von Betten gesagt? Der Ausblick aus den Kuppeln auf Pearl muss wirklich sehr faszinierend sein, wenn nicht nur Doktorenkollegen sich dort zum Pläuschchen treffen. Außerdem stellt die Crew der Il HYPERION danach erst mal fest, dass die 'Anti-Kater'-Pflaster zu knapp bemessen sind. Was ich ganz klar im Fall von Jayden absolut nicht nachvollziehen kann. Wem, wenn nicht ihm, stehen die denn bitte sonst zu?

Suchanek: "Ja, das ist ein böser Band."
Der zweite Teil dieses Bandes beschäftigt sich mit den wesentlich düsteren Seiten des Lebens und Leidens. Was sich schon vorher angekündigt hat, verstärkt sich nun. (S)Jöberg wittert seine Chance und schwenkt das weißes Fähnchen zum Parlez. Die LeseRunde war sich einig: Wer will denn bitte mit dem noch verhandeln?
Aber erst mal hat Lukas noch ein kleines Rendezvous im Kerker. Denn dort halten wir ja noch einen der Assassinen fest. Und viel mit Urlaub und Landgang und wohlverdienter Pause ist auch nicht. Nur weil wir wieder in der richtigen Welt/Raum/Zeit sind, heißt das ja nicht, dass die pressierende intergalaktische Sanduhr nicht weiter tröpfelt.

Und so kommt es, wie es kommen musste. Evil Andi übernimmt als Autor das Steuer und haut mal richtig rein. Sehr zu meinem Gusto. Die Szenen mögen nicht so orange-fröhlich sein, und mit dem Salzstreuer darf man Jayden gern auch fern bleiben, das brennt nämlich fürchterlich in den Wunden, dafür sorgen sie für das nötige Drama und Mitleid.
 

Fazit: 
"Wenn schon ein einzelner Mann ausreichte,
um all die Werte zu zerstören,
nach denen die Menschheit friedlich zusammengelebt hatte,
hatte sie es dann überhaupt verdient,
in ihrer jetzige Form zu existieren?
.
"

Wir gehen hart auf das zweite Zyklusfinale zu. Daher sind wir mit der LeseRunde auch schon im nächsten Band. Versprochen sind uns ein paar aufklärende Antworten. Ich lass mich mal überraschen wie das jetzt alles weiter geht. Manchmal kommt es mir vor, als würden wir es nie schaffen die aktuellen Folgen einzuholen. Zumal die greenlightpress recht produktiv ist und ich auch gar nicht hinterherkomme mal in die anderen Serien reinzuschauen. 
Als Military Science Fiction aus deutscher Feder kann man Heliosphere als Ganzes immer noch und immer wieder empfehlen. Fangt aber ruhig vorn an. Macht bestimmt mehr Spaß. Und dann versteht man auch was ein Cross-In ist. Und wer mag, kann sich dann unserem Anti-Sarah-Club anschließen. Ich bin auch schon neugierig was es mit dem Schulterklopfen später auf sich haben wird.


Mein Urteil übernimmt heute Rorschach aus 'Watchmen'
"Die Welt wird aufblicken und rufen: "Rette uns"… und ich werde flüstern: Nein."
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/08/rezension-heliosphere-2265-heimkehr-by.html

Punk ist...

— feeling love
Wir waren keine Helden - Candy Bukowski
Punk ist - Die Ärzte (1999)


"Rette den letzten Fetzen unverletzter Haut."
Mein Highlight 2016 haben wir dann wohl gefunden. Dank dem edel&electric Verlag, der sich diese Wortakrobatin aus den ganzen Self Publishern gefischt hat. Schätze, ich sollte diese Rezension meiner Mutter widmen, die per Bukoswki Definition eine dieser Schiffsbekanntschaften wäre. Ich sah meine Mutter stets als Löwin, als kämpfende alleinerziehende Rechthaberin. Stichwort: "Machtwort!" Doch Candy Bukowski nennt sie 'Keine Heldin'. Und sie hat Recht. Denn auch ich habe meine Mutter am Boden gesehen, auch wenn sie es gut versteckt hat, diese Eremitin.

So geht Ich-Perspektive (oder doch 'wir'?) und ein Roman wie dieser stellt, für meinen Geschmack, die einzige zu verwendende Form dar. Solche Romane dürfen das. Denn sie erzählen dir entlang eines Fadens (ob er rot ist - oder idyllisch rapsgelb - ist egal), an dem Knötchen befestigt sind, ein Leben und viele andere. Manchmal zusammenhängend und überleitend: der leere Kühlschrank wenn der Vater auszieht und der Weißmöbelverkäufer mit dem man einen Griff ins Klo landet. Manchmal mit Zeitsprüngen dazwischen die man mit einem Schmollen liest, da man zu gerne noch viel mehr erfahren hätte.


"...die Welt war magic, 
wenn wir sie dazu machten."
Eingefasst sind die in Episoden unterteilten Lebensabschnitte in keine übergeordnete Rahmenhandlung sondern in temporäre Songs, die bei mir bis auf eine Ausnahme alle auf der eigenen Festplatte zu finden sind. Angefügt ist auch eine spotify playlist.
Der Soundtrack funktioniert jetzt folgendermaßen: Jedes Kapitel hat ein Lied vorangestellt - das ist zwar längst ausgelaufen bis man die Worte durchgelesen hat, aber es ist jedes Mal stimmig untermalend. Wie zum Beispiel: "3 Die Lara Croft der 80er - Survivor "Eye of the tiger" (1983)" Rückwirkend schließe ich daraus auf das Cover und kann mir an dieser Stelle ein herzhaftes: "ADRIAN!!!" nicht verkneifen.

Tatsächlich befinden sich in meinen Notizen beinah ausnahmslos Zitate. Was bei: "ich - das Pubertier" beginnt, über "den Griff in den Sack voll Sonnenschein" und dann immer weiter geht, mal zynisch, mal lebensnah, mal philosophisch, auf Lyrik bezogen oder einem vorkommt, als wäre Frau Bukowski verantwortlich für den ein oder anderen FaceBook Meme. Ich möchte euch einfach mal ein paar davon kredenzen, denn das stellt für mich in weiten Teilen in diesem Buch das A und O.
"dreckig geht immer, Saubermänner werden wir noch früh genug", "ein halbes Leben voller Dienstage", "und jeder schnitzt sich selbst seine Breitseite", "du hast drei Asse im Strumpfband und das Leben spielt Schach", "bis sich das Fragezeichen in einen Imperativ verwandelt", "das Leben ist einfach, wenn man es einfach sein lässt" und mein Liebling: "feuchte Wände und trockene Träume" und "wir sind keine Prinzen und Prinzessinnen, wir sind selbst die Drachen"


"Wenn all die sperrigen Wenn und Aber aus dem Weg gekickt
und all die sinnbefreiten Konjunktive vom Herz gerissen wurden,
dann läuft es schon irgendwie in die richtige Richtung
.
"
Über die Kindheit wird nicht groß Wort verloren, begonnen wird auf einer Ranch am Ortsausgangsschild in der Jugend. Zu einer Zeit in der ich geboren wurde, Protagonistin Sugar schon Latein paukt. Kurz darauf fällt ein Punk auf eine Bushaltestelle und lässt es sich nicht nehmen in der 'Ist-Zeit' zu leben. Und das in der Umgebung von geschützten Bedingungen um den Traum der Freiheit zu verinnerlichen und sich vorzunehmen alles irgendwie anders zu machen. Ein wenig Flucht, ein Suchen, ein Ankommen, Umwege. Es geht um das Sortieren von Büchern in Regalen nach Farben, den intergalaktischen Ohrfeigenautomaten, Luxushasen und Küchenaquarien, eingefrorene Revolutionen, Ansprüche auf das Glück, Rilke und Umberto Eco, Zeit - es geht um so viel Zeit -, frusthässliche Gefühle, sich zum Narren machen, das Zusammensein, das nach vorn Streben, um Sepia-Erinnerungen im Herzen, und Einparken in selbige rechte Kammer, über die Poesiealben von Helden, über historisches: die unspektakuläre Jahrhundertwende, die Windsbraut in kursiv, über Spinnengleichnisse, über die verdammte pissgelbe Raucherumrandung die wir alle ignorieren - Rebellen die wir sind!, um Kapitulation und Zweifel - und am Ende… am Ende wollen wir einen Satz: "Und es war doch ein verdammt geiles Leben."

Von vorne bis hinten ist dieses Werk 'durch'. Durch mit allem, auch der Rechtschreibung und etwaigen Tippfehlern. Exemplarisch möchte ich hier mal auf etwas hinweisen. Vielleicht liege ich völlig falsch, aber vielleicht erkenne ich da auch etwas was nicht so geplant war, bleibt ja mir überlassen.
Die ultimative Lobhudelei und Liebeserklärung auf diese eine beste Freundin, die verwandte Seele, die man nicht täglich anrufen muss, die aber immer da ist; mit der man nie in den Urlaub fährt, aber mit der man alt werden wird. Bei all dem was diese Beste schon für die Protagonistin getan hat, erscheint es mir das Mindeste, dies zu schreiben, solche Freunde kannst du nicht in Gold aufwiegen:
"Ich will dorthin, ich will es mal gesehen haben, ich will die 45.Avenue entlanglaufen, nach Manhatten und in die Bronx, und deshalb habe ich seit Jahren ein NY-Kissen der Besten von allen in meinem Bett liegen und schlafe jede Nacht darauf, bis wir zusammen dort sein werden. . Und wenn wir bis dahin etwas anderes wollen, werden wir eben woanders sein, aber ein Plan zur groben Orientierung kann ja nie schaden." Seht ihr auch diesen Satzendepunkt? Ohne, dass dieses Satzzeichen einen Satz hat? Was bedeutet er? Was fehlt hier (und fehlt es wirklich oder ist es da)? Ein: 'Ich liebe dich.' vielleicht?
 

Fazit: 


Buch erhalten, halb gelesen, beschlossen schon die ganze Palette an Gefühlen mitgemacht zu haben. Schicksalsschläge, abstreiten, einsehen, hinfallen, (Krone richten) aufstehen, weitergehen. Wohin? Egal - nur Los! und nach vorn. So und nicht anders wurde es mir beigebracht und vorgelebt. So und nicht anders habe ich (wenn auch jünger) meinen Teil der Gelassenheit gefunden, auch ohne die Leuchtbuchstaben gegenüber. Das waren bei uns sowieso immer nur Baukräne mit nem B. Unvergessen meine Oma: "Komisch, guckt mal, der Mond sieht heute aus wie ein 'B'." Was auch immer sie wohl in diesem Moment gesehen hat. Kann ja doch sein, dass das Leben uns hier und da Zeichen schickt und wir sie nur selbst mit einer Sinnebene füllen müssen.

Die berühmten Fragen: Würdest du dein Leben noch einmal genauso leben, wie du es getan hast? Wann ist man ein Held und für wen? Wie funktionieren Beziehungen - scheitert man jämmerlich anders, wenn man kein normales Paar ist aber scheitern ist nicht verhandelbar? Was zählt wirklich, wen vermisst du?
Gekonnt in Worte gefasst von einer Meisterin der deutschen Sprache. Ich muss, ich sollte, ich kann, ich werde dieses Buch weiter empfehlen. Das ist doch kein ComingOfAge-Roman. Aber was weiß ich schon, ich lese diese Sparte ja kaum. Für mich… ist das Punk.
 
"Ich sag' Dir:
Mach' Dein Ding, steh' dazu. Heul' nicht rum, wenn andere lachen."
(Die Ärzte - Punk Ist)

Mein Urteil: Musssollkann
 
PS: "Geil" sagen nur noch Assis.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/08/rezension-wir-waren-keine-helden-candy.html

Ein sexy Koch

Sternenschiff: Die Paradox-Saga - Roman (German Edition) - Rachel Bach, Irene Holicki
"Ganze Wahrheiten machen die Dinge
in den meisten Fällen ohnehin nur noch schlimmer."
Ahoi! Nein, keine Seeleute in Sicht. Aber auch keine Science Fiction per se. Ich schlenderte durch die Innenstadt und wie das so ist, man darf mich nicht alleine lassen. Besonders, wenn ich mir fest vorgenommen habe KEINE Bücher zu kaufen. Und der Buchladen aber so verführerisch ist. Und dann hat man auf einmal 3Bücher in der Hand. Und beisst sich auf die Unterlippe. "Nein! Aus! Pfui!… Ok, EINS!" Und schon ist man raus aus dem Laden und fragt sich, ob man die letzten 10Minuten wirklich erlebt hat. Und Tatsache da ist ein Buch in deiner Tasche.

Ähnliche Probleme hat Devi auch. Ihr wird alle Nase das Licht ausgepustet und jedesmal hat sie so die Ahnung, dass irgendwas nicht stimmt. Einmal war es sogar ein Unterschied von einer gefühlten Stunde zu 10Minuten Helmkameraaufzeichnung. Dass sie sich also, neugierig wie das Mädel ist, auf die Suche nach des Pudels Kern macht, treibt die Handlung kontinuierlich voran. Ansonsten wäre es auch stinklangweilig an Bord der 'Glorreicher Narr', das Fluchschiff. Aber Fräulein Prota will hoch hinaus und nimmt stundenlange Wachrunden auf einem abgewrackten und geflickten Frachtschiff in Kauf, nur um eine Empfehlung zu erhalten, damit sie sich der Königsgarde anschließen kann. (Welches Blödtier hat bitte die Monarchie wieder eingeführt?)


"Nicht jedes Pech ist gleich schlimm,..."
Was für ein wirklich blöder Titel, langweilig und auch so richtig nichtssagend. Was für ein… nettes Cover, wobei nett hier - wie üblich - die kleine Schwester ist. Die Handlung ist ok, die Charaktere vorhanden. Das Overpowering overpowered, Klischees nicht verhandelbar. Die Bordkatze war noch ganz cool. Was das Ganze mit Firefly zu tun haben soll, erschließt sich mir nur in der Hinsicht, weil es ein bisschen was von Outlaws hat, deren Captain einfach tut was er will. Allerdings wie old school Sir Francis Drake für Queen Elizabeth als ein Malcom für die Serenity.

Was mich aber wirklich an der Schreibe genervt hat waren die Wiederholungen. Und die Namen. Hier hat alles einen Namen. Die Prota und ihr LoveAct natürlich, die Crew, die Rassen… die Waffen der Prota, die Rüstung der Prota und selbst die Hyperraumtore. Wundert mich, dass das Tentakelmonster keinen hatte. Aber das war ja auch nur dafür da um… ja was überhaupt? Jedenfalls geht es ja schließlich um die Rassen untereinander die sich nicht Grün sind. Von den Lelgis kriegt zwar Otto-Normal nichts mit, aber dass es sie gibt weiß jeder. Genauso wie jeder weiß, dass es die gefrässigen Xith'cal (Echsen) gibt. Weiters im Raum unterwegs: die Äons, was wirklich schräge Vögel sind und Menschen. Die sich in diesem Entwurf gespalten haben zu: Terranern und Paradoxier. Worin der Unterschied besteht weiß ich allerdings nicht, ist jetzt nicht so, dass Zweitere blaue Haut haben oder so. Sie sollen aber auf jeden Fall auf den ersten Blick erkennbar Paradox sein. Das erscheint mir widersprüchlich.


"Das Wunder war vielmehr, dass Caldswell noch am Leben war,
nachdem er sich den Sensenmann zum Feind gemacht hatte
.
"
Kommen wir also zur Prota, da die ganze Reise eine einzige selbstbeweihräuchernde Darstellung ist. In dieser leidigen Ich-Perspektive mit der ich mich Null identifizieren kann. Und das reicht ja noch nicht, dass diese Söldnerin (in anderer Military SF würde man sie einfach Marine nennen) so tough ist, nein da hat sie auch noch ein Blackbox Äquivalent im Nervensystem der Rüstung stecken um sich selber anzusehen wie toll sie ist. Und das tut sie dann auch: in aller Abgeschiedenheit ihrer Koje, mit abgeschlossener Tür und im Dunkeln. Ich bin mir sicher, sie hat sich dabei einen runter geholt. Sie kommt mir überhaupt wie eine männliche Version eines x-beliebigen Helden vor.

Da war Xith'cal Hyrek irgendwie interessanter. Der konnte sich immerhin selbst entscheiden was er sein wollte und hat deshalb einfach mal kein Geschlecht angenommen. Coole Erfindung. Ansonsten haben wir den Axtschwingenden Tank vom Dienst mit viel PS und wenig Hubraum. Eine Sektenangehörige 'new wave' "Du musst deine Harmonien finden" Auraguckerin und der Rest… irrelevant. Wenn sich auch Captain Caldswell und Ren für echt wichtig halten. Der einzige der das Geil sein noch toppt ist Rupert, der Smutje. Der ist so megageil… wegen dem Leckerchen bin ich geblieben. Er gefällt mir. Diese Koch-Geschichte und ein paar andere Hinweise lassen mich das ganze Werk jedoch eher als: OnePieceSF betrachten.


Fazit: 
Ja nett. Mehr nicht. Wäre ich doch besser dran vorbei gegangen. So ist das, wenn man diese 'tollen' Kommentare auf dem Buchdeckel liest und im Gehirn Synapsen anspringen. Abgesehen davon, weiss ich nicht, warum die deutschen Verlage SF immer noch so stiefkindlich behandeln und so einen Schmarren 'einkaufen'. Da kann sicher so einiges 'homemade' mithalten. Ich sage nicht mal, dass das hier Verschwendung war, ich finde nur, dass es vor… Anfängerfehlern nur so strotzt. Die DARF und SOLL man machen. Aber warum verlegen wir das?

Ich steige lieber schnell aus der Serie aus, da es wohl eine werden wird, genauso wie letztes Jahr bei Kris Longknife. Es gibt schlichtweg unterhaltsamere SF. Und da lese ich lieber noch einen Linnea Sinclair, wenn ich bisschen LoveContent in der SF haben möchte. Die Frau braucht nämlich nur 3Charaktere um meine Fantasie völlig in den Bann zu ziehen und an die Begegnungen der beiden starken Chars denke ich heute noch.

Mein Urteil: In meinem Faktotum erscheint eine unterdurchschnittliche Leistung.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/06/rezension-sternenschiff-rachel-bach-by.html

Achtung Ente!

Munchkin: Bd. 1 - Tom Sidell, Jim Zub
Zehn astreine Kalauer gibt es aus verschiedenen Federn, mit einem Vorwort von Matthias Korn in dem er kurz umreißt was ein Munchkin ist. Und was ein Munchkin ist, wiederhole ich daher hier nicht. Denn es geht um das Spiel. Ein Kartenspiel, auch genannt Gesellschaftsspiel. Mein Mann und ich habe es annodazumal auf der Spielemesse in Essen das erste Mal gesehen und es sofort für uns entdeckt und viele Leute angesteckt. Mittlerweile spielen wir abwechselnd eine der vielen Edition circa alle 4-6 Wochen. Die wichtigste Regel des Spiels lautet: Wem das Spiel gehört hat Recht. (Und das ist schon leicht abgewandelt aus der Spielanleitung.) Meistens setzt sich auch einfach der durch der am lautesten seine Meinung vertritt. Und nein, das bin nicht immer ich. 
Panini Comics, 2015 Munchkin Level 1
Siddel, McGinty
Das Buch kommt ohne Seitenzahlen daher, was ich gerade bei mehreren Geschichten als unübersichtlich empfinde. Zumal das Inhaltsverzeichnis nach Zeichnern und nicht chronologisch sortiert ist. Das gehört sich nicht.
Und dies sind die Geschichten, deren Titel dem gewieften Munchkin Spieler sicher so schon Bilder in den Kopf zaubern. Am Ende gibt es dann noch einmal ein Dutzend Variant Cover Arts von unterschiedlichen Zeichnern.

"Adoptiert noch heute ein Haustier."

Snobis-tisch - John Kovalik

Was ist ein Munchkin? - Mike Holmes, Tom Siddel
Menschen haben keine Klasse
Munchkin: Diamantenfieber am Rande des Universums

Gruftige Grüße 1 und 2 - Ian McGinty, Tom Siddel

Auf alles gefasst - Rian Sygh, Jim Zub
Die Ökologie der laufenden Nase
Munchkin Cthulhu kriegt euch alle!
Munchkin Freibeuter: Unter der Flagge der Dummheit
Panini Comics, 2015 Munchkin Level 1
 Zub, Sygh
 Auf jede Geschichte werde ich nicht eingehen, denn sie sind viel zu kurz und würden euch viel zu viel verraten. Allen gemein ist aber eine kleine sadistische, hinterhältige Note, welche die zumeist als 'Helden' platzierten Abenteurer in den Dungeons hervorkehren und hemmungslos an ihren Partnern ausleben, während sie den Monstern gegenüber absolut gerissen mächtig gegenüberstehen und sie schlichtweg platt machen. Gerade die Charaktere Spyke und Flower sind mit allen Wassern gewaschen und bringen die Dungeonbetreiber nicht nur ins Schwitzen sondern zum Verzweifeln. Und deren Boss sieht das gar nicht gerne. Aber was will man machen, wenn einem die Munchkins mit dem Argument: 'britische Sommerzeit' um die Ecke kommen. Jap richtig. Da machste nichts mehr und suchst nach Logik vergebens - eher findest du eine Ente.
Panini Comics, 2015 Munchkin Level 1,
Siddel, Holmes

Geschichten die ich nicht mochte: Diamantenfieber und Freibeuter. Liegt vielleicht daran, weil wir in unserer Turnier Gruppe auch die Freibeuter Edition ungern spielen. Kuhthulhu war zwar witzig, aber auch nicht ganz meine Liga. Ich bleibe lieber bei dem profanen Humor der Gruftigen Grüße und den klassenlosen Menschen. Das entsprach eher dem Geist der Spielweise die wir ausleben.

Tja, was kann man hier sonst noch entdecken, abseits der fiesen Handlung? Fangen wir doch mit 'der Ratte am Spieß' an, die ist so beliebt, die taucht glatt mehrmals auf. Der Kettenbikini und die Arschtritt Stiefel dürfen nicht fehlen. Und auch 'einmal einsetzbar Karten' wie der Polly Verwandlungstrank wird mal in Aktion gezeigt. Rundum gelungene Übersetzung der Spielkomik und des Zufallsgenerators in kleine Comicgeschichten.

 

Fazit: 
Wem kann man diesen Comic empfehlen? Ich würde mal sagen, jedem eingefleischten Munchkin Spieler. Und wenn man das Vergnügen hat viele neue potentielle Munchkins anzulernen, lohnt es sich auch 'Was ist ein Munchkin' herum zu zeigen um sich die lange Erklärung zu sparen. Allerdings sind die Leute eh immer gleich fasziniert wenn es darum geht, Mitspielern 'Munch-Ärger-Dich-Nicht' -like in den Rücken zu fallen.
Als dicken Bonus obendrauf, enthält der Comic 4Spielkarten um sie in den Schatzkartenstapel zu mischen.
Aber auch ohne Spielbezug kommt jeder Rollenspieler und Larper auf seine Kosten.


Abgesehen davon nimmt das Spiel sich alle Nase selbst auf den Arm mit 'Monster, das die SL sich selbst ausgedacht hat' oder einfach 'Schummeln' Karten. Wie soll man da von dem dazugehörigen Comic etwas anderes erwarten als absolute Unernsthaftigkeit? Und ta da, sie schaffen es, sich selbst noch einmal vergnüglich in den Hintern zu treten und ihr eigenes Spielniveau liebevoll darzustellen, von Parodie kann man ja in dem Fall nicht sprechen.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/06/rezension-munchkin-level-1-comic-by-key.html

lovely day

Mad Max: Bd. 1: Fury Road - George Miller, Nico Lathouris
"Und rings um ihn herum
fiel die Welt auseinander"
Ihr habt es ja vielleicht gesehen, am Gratis Comic Tag habe ich mir nicht nur die Proben mitgenommen. Sondern auch den heiss ersehnten Comic zum 6-fach Oscar prämierten und in der Kategorie Ray Bradbury Award for Outstanding Dramatic Presentation des NebulaAwards gewählten, Action Spektakel. Über Tom Hardy kann man sich sicher streiten. Er ist eben nicht Mel Gibson. Und das war es auch schon. Beide haben es dennoch in den Comic geschafft. In die liebevollen Rückblenden. Oder wie es im Vorwort von Mark Sexton heißt: "- nicht bloß irgendwelchen billig produzierten Schrott, den sich irgendwer aus den Finger gesaugt hat, um auch noch den letzten Cent aus einem Sommerkinohit rauszuquetschen."

Ich stell' mir das in etwa so vor, bei der Charakterbesprechung, bekommt der Protagonist (der Antagonist und andere namhafte wichtige Schauspieler) ein paar Hintergrundinformationen zu seinem zu spielenden Part. Und genau das wurde bildlich umgesetzt, eingebettet in eine Überhandlung, erzählt von einem Mann der über und über tätowiert ist, wie Miss Giddy es schon im Film gezeigt hat. Namen, Ausdrücke, Worte stehen auf ihm. "vene vidi vici", "E=MC2" … "Nux". Da es keine Seitenzahlen gibt, muss man blättern, wenn man eine bestimmte Stelle sucht, was ein wenig doof ist.
"Bensien."
Nux/ Immortan Joe
Wo kommt Nux her, wie wurde er Warboy? Sowie wer war Joe bevor er der 'Unsterbliche' war? Wie kommt dieses Dreigestirn mit der 'Bulletfarm' und 'Gastown' zu Stande? Welcher der drei Söhne von Immortan 'Scrothus', 'Rictus Erectus' und 'Corpus Callosum' kommt nicht im Film vor, dafür aber im dazugehörigen Spiel? Wie nahm 'Daddy' die Zitadelle ein? All diese Fragen beantwortet die Geschichte. Gefehlt hat mir Nux Ausbildung und seine Beziehungen zu den anderen Warboys. Die Figuren kann man erstaunlich gut wieder erkennen. Die Farbgebung ist hauptsächlich braun, grau und schwarz, herausstechend das Blutrot.

Imperator Furiosa/ Die Brüterinnen
Wie kamen die Frauen in den Tanklaster? Wieso blieb Miss Giddy zurück? Woher rührt dieser Hass auf Immortan von den Frauen, die doch in ihrer kleinen hermetischen Kuppel alles hatten? Sauberes Wasser, sogar zum Baden; frische Luft; eine Lehrerin, Bücher, Musik und die Sicherheit von niemandem berührt zu werden?
Ich fand die Szenen, in denen Furiosa in dem Schatten der Tür Wache hält einfach atemberaubend und ja, die Mädchen sind schon in der Kuppel so unglaublich anstrengend und nervig gewesen wie sie es später im Film auch sind. Nichtsdestotrotz kann man nach diesen Bildern sehr gut verstehen, weshalb sie aus ihrem goldenen Käfig weg wollten.


Max Rockatansky I und II
Mit Blick über die Zitadelle von einer Hängebrücke aus, erzählt der Mann der Worte weiter. Erzählt vom 'Roadwarrior' und er beginnt ganz vorne. Hier wechselt die Leseführung und verteilt sich gelegentlich über Doppelseiten, was auch sehr nervig ist, weil man erst einmal normal eine Seite herunter liest und dann auf einmal merkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Es wird sich angemessen der Mel Gibson Trilogie gewidmet, die Donnerkuppel darf auch nicht fehlen. Dann kommt ein Abschnitt über Gastown und einen V8-Motorblock. Diesen kenne ich aus dem Spiel, nun schließt sich inhaltlich die Lücke zwischen den ersten drei Filmen, dem Game und Fury Road.
Schließlich begibt sich Max auf die Suche nach 'Glory' die unterirdisch von den Buzzers festgehalten wird. Glorys Mutter hält Max für einen Mann mit Prinzipien, doch wir alle wissen, dass er nur das tut, was er für nötig hält. Er braucht einen V8 für seinen Black on Black? Er kämpft, er tötet, er trickst um ihn zu bekommen. Und wenn zufällig etwas zwischen ihm und seinem Interceptor steht, nimmt er es mit ihm auf.
Das Happy End nähert sich. Höchst moralische Floskeln jagen über die Sprechblasen. Und dann sieht man eine Gestalt an den Hebeln der Wasserschleuse der Zitadelle stehen, lange nachdem Max gegangen ist.

Und als Bonus gibt es hintendrauf noch acht 1-seitige Geschichten die kurz ein paar der Wagen wie den 'WarRig' und Einzelschicksale (Leannes Puppen Faible) umreißen.

Fazit: 
Der Comic ist wie der Film und das Game: sandig, blutig, schrottig, stürmisch und gewalttätig. Postapokalyptisch in Reinform, so wie man es von den klassischen Mad Max kennt. Wer den Film feiert, das Game, wie ich, gemocht hat, der sollte an dem Comic nicht vorbei gehen. Ästhetik sucht man vergebens, aber hässlich ist es keinesfalls gezeichnet. Mad Max' Zukunft ist nur eben nicht schön, das ist alles.
Wer Film/ Spiel so gar nicht kennt, tja das kann ich jetzt unmöglich einschätzen. Wem das so gar nichts sagt, sollte vielleicht nicht unbedingt mit dem Comic loslegen. Obwohl man sich wirklich viel Mühe gemacht hat alle wichtigen Eckpunkte zu erwähnen. Warum und wann ging die Welt unter? Wieso heißt er 'verrückter' Max und vieles mehr.

Dafür, dass mir dann doch ein paar kleine Hintergrundinformationen fehlen, die ich erwartet hätte, dafür aber andere schöne Sachen drin sind, gibt es von mir eine 1A Wertung, weil ich ein echter Suchti in diesem Fall bin.


Witness me!
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/05/rezension-mad-max-fury-road-comic-by-key.html

Guck' mal ein Stein

Heliosphere 2265 - Band 21: Ohne Ausweg (Science Fiction) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
"Echt jetzt, ein Stein?"
Selten knabbere' ich an einer Rezension so wie an der hier. Wir befinden uns noch mitten in der Aufholjagd der LeseRunden zur SF-Serie Heliosphere 2265. Das Jahr muss man sich gerade in den letzten Bänden immer mal wieder vor Augen führen, weil die Zeitlinien doch ganz schön verzerrt worden sind.

Während des Lesens habe ich mich dann so philosophischen Fragen gestellt wie: Wenn du weißt, dass der Tod kommt und du ihn nicht mehr abwenden kannst, aber du hast noch Tage… Wochen Zeit. Was machst du dann mit deinem Leben noch?
Durch Kristallwälder spazieren? Über Lavakiesel schreiten? An Promenaden flanieren? An außerirdischen Conventions teilnehmen? Den ältesten und besten Whisky trinken, den du finden kannst? Einfach deine Arbeit weiter machen? Etwas zu Ende bringen, was du nicht unfertig lassen kannst?


"Nur der Pragmatiker überlebt."
Wir machen munter weiter. Entschuldigt den Knick im uneleganten Übergang.
Die Handlung befindet sich einerseits bei der HYPERION und ihrer Crew, die auf dem Planeten Zuba der Aaril-Rasse gestrandet sind. Andererseits auf NOVA mitten im schwer angeschlagenen Sektor der gerade gegründeten freien Nation als Gegenbewegung zu Sjöbergs Regime. Hüben wie drüben steht die Menschheit vor Problemen. Und ihnen bei der Bewältigung zuzusehen ist angenehm. Denn sie finden Lösungen. Exemplarisch möchte ich den Schrott an dieser Stelle erwähnen. Und einen Doktor Damato, der als Nebencharakter meine volle Sympathie genießt.

Darüber hinaus beschränkt sich der Autor nicht auf seinen Protagonisten Jayden Cross. Es ist schön zu sehen, wie ihm seine ganze Palette an Charakteren und Figuren am Herzen liegt. Mit mal mehr, mal weniger Beachtung. Manchmal reicht auch ein Satz um der Vollständigkeit zu dienen und mich als Leserin wissen zu lassen, dass niemand vergessen wird. Wie im Fall von Alpha. Andere Persönlichkeiten wie Mother Alexis Cross und Kirby bekommen dann etwas mehr Aufmerksamkeit.


"Entschuldigung, Sir, ein Reflex."
Lobhudeln muss ich an dieser Stelle nicht. Meinen Frust über diesen Teil habe ich in der LeseRunde direkt abgeladen. Und mit Freude festgestellt, dass der Autor damit hervorragend umgehen kann. Kennt ihr das auch, wenn ihr mehrere Teile einer Serie lest, alle gut findet und es euch langsam merkwürdig vorkommt immer nur in den höchsten Tönen zu schwärmen. Irgendwo, irgendwann muss doch mal ein: ABER kommen? Ich habe mein Aber gefunden, zugegeben es ist immer noch Meckern auf hohem Niveau und Herr Suchanek hat mir versichert, dass ich noch an diesen Tag (im Buch) zurückdenken werde, an dem es so schön war, weil ab jetzt alles härter werden wird und 'EvilAndi' zuschlagen wird. ABER…

… zu Watte aber ZUM GLÜCK

Fazit: 
Habt ihr bemerkt, dass ich was ausgelassen habe? Das hat seine Gründe, gute Gründe, denn selbst mit Spoilerwarnung und unkenntlich machen, will ich gar nicht verraten was mich so hat maulen lassen. Das könnt ihr mal schön selbst in Erfahrung bringen. Ich sage nur: Es ist es wert! Vielleicht seid ihr wie ich und denkt euch das war jetzt alles nicht böse genug und jede Adrenalineinspritzung wurde wieder neutralisiert. Vielleicht seid ihr aber auch nicht so und euer Herz schlägt bei dieser Achterbahnfahrt Purzelbäume.

Und so komme ich mal nicht auf die Gesamtpunktzahl. Unterhalten hat mich der Teil natürlich schon. Und ich habe ganz viele toll(wütige) Vermutungen aufgestellt; freue mich darauf wie es weiter geht und weiß: Heliosphere ist aus meiner FavoritenListe nicht mehr wegzudenken.
Ich bin jetzt nur froh, dass ich mal sagen kann: ich habe Teile die ich einfach mehr mag innerhalb der Serie als andere. Und dieser gehört mal nicht dazu.

Mein Urteil kommt heute aus dem 3D Drucker.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/07/rezension-heliosphere-2265-ohne-ausweg.html

Emotionswackelkontakt

Heliosphere 2265 - Band 20: Im Zentrum der Dunkelheit (Science Fiction) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
"Hat jemand gute Nachrichten?"
Ja, ich. Ich habe einen ViKo (von Alcazar gemixt, bestimmt)! hehehe, von der Comic Con in meiner Tüte vom GreenLight Press Stand, ergattert. Mit Unterschrift *lalala *angeb'
Nun zu den schlechten Nachrichten: Aufgrund der anhaltenden Spannungs- und Gruselfaktoren sowie diverser Raum/Zeit Schwankungen und Tunnelzusammenbrüche, sowie außerordentlicher Belastung von Sporenschiffen sieht sich der Autor gezwungen in der LeseRunde mit dem nicht ganz versehentlichen Absterben sämtlicher Charaktere zu drohen! Was wir anscheinend ausgelöst haben durch zu hohe Nachfrage nach Schokoladenplaneten und Striptease-Auftritten von Jayden und Lukas und dem ständigen Wiederholen des 'Schlumpf'-Witzes und der 'DANN' Anspielung.

Ihr wisst jetzt nicht, worum es geht? Dann lasst euch gesagt sein: Heliosphere ist eine Military SF Serie aus der Feder von Andreas Suchanek die ernst zunehmen ist. Denn sie ist das sage und schreibe 4. mal in Folge nominiert in der Kategorie 'Beste Serie' des DeutschenPhantastikPreises. Und konkurriert somit im Finale (u.a.) gegen: 'Die Chroniken der Seelenwächter' von Nicole Böhm aus dem eigenen Haus. Da ich besagte Autorin auch kennenlernen durfte und die ersten 3Teile hier habe, komme ich nächstes Jahr hoffentlich nicht in die Bredouille.
 

"Wie eine Biene dem Honig."
Aber springen wir erst einmal in diesen Teil der Serie und schauen mal was uns als Leser da bevorsteht. Jedenfalls keine pinken süßen Glücksbärchis, so viel kann ich gefahrlos spoilern. Die Gegner die der HYPERION harren beim 'Dunklen Wanderer' - der übrigens endlich nicht mehr wandert, sondern gefunden wird - sind schwarz, kreischen und klacken. "It's not a bug - it's a feature!" Und das Viehzeug will dann auch direkt mal auf Kuschelkurs gehen mit der HYPERION. Das Schiff hingegen kann sich nicht weit weg bewegen, denn vier Besatzungsmitglieder wurden auf den an Zeckenbefall leidenden Planeten transloziert.

Noriko ist also mal wieder ranghöchste Offizierin an Bord und im Dienst und hat alle Hände voll damit zu tun so lange durchzuhalten, bis wieder alle an Bord sind und das obwohl die 'kreatürliche Angst' allen im Nacken sitzt. Ihr im Nacken sitzt auch Lorencia, aber aus anderen Gründen, die ganz bestimmt nur etwas mit einer Neuverkabelung zu tun haben*Ironie off*. Im Hintergrund pressiert dann auch noch die nicht zu unterschätzende Sanduhr, die den Rückweg Körnchen für Körnchen schließt. Auf dem Planeten hingegen muss sich jeder der Vier einzeln mit sich selbst auseinandersetzen, damit sie ihre kleine Prüfung bestehen und dann endlich (!) ein paar Antworten bekommen. Denkste.


"Wirklich, die Kommandobrücke ist ziemlich ungesund."
Hier mal mein Tonus aus der LR:
Da denkt man endlich (!) kommen mal ultrageheime, unglaubliche und unvorstellbare Ereignisse ans Licht und dann kommt wieder so was: "Bis heute weiß niemand, woher sie die fremde DNA nahmen, (…)" Und das ist der Moment in dem ich vergesse meine Zigarette anzuzünden und stattdessen mein Feuerzeug quer durch den Garten pfeffere: "ACH KOMM' SCHON!"

Und wisst ihr was? Genau das erwarte ich bei Büchern. Ich will mitfiebern und mitleiden und emotional werden. Nicht aus Wut und Frustration, sondern weil ich, wie die Chars mitrate und dann auch mal einfach auf den Tisch hauen will. Nur um kurz drauf ebenso vor Lachen aufzuspringen, weil Tess auf dem Schoß von Nurakow materialisiert (wie oft das schon passiert ist, versuche ich momentan noch zu kontrollieren).
Oder Alpha beizustehen mit seinem Emotionswackelkontakt.

Fazit: 
Weil ich grad gesundheitlich schwächel', tue ich mir selber den Gefallen und kann mein Fazit fast Eins zu Eins aus der LR übernehmen. Denn dort wie hier möchte ich darauf hinweisen, dass der Teil eine Zeitspanne von 203 Minuten auf 125 Seiten umfasst (auf meinem Reader). Denn inhaltlich bewegen wir uns vom 5.März 2317 16:25Uhr bis 19:48Uhr! Womit ich mal ganz klar zugeben kann: Mit eins der besten Stücke 'erzählter vs erzählende Zeit', die man in die Hand bekommen kann. Ich brauche übrigens ca. 53Sekunden pro Seite (was ich an diesem Teil ebenfalls exemplarisch festgehalten habe). Wirklich komisch geguckt hätte ich wahrscheinlich, wenn ich genau 203 Minuten zum Lesen des ganzen Teils benötigt hätte. Das kann man aber nicht nachhalten, weil ich es ja gestückelt habe für die LeseRunde.

Ich hoffe die Serie bleibt auf dem gewohnten Niveau, denn ich kann es kaum erwarten mir neue Bücherregale zuzulegen, damit die HardCover und der ViKo so richtig zur Geltung kommen.Da ich anscheinend mal wieder nix zu maulen habe...

Mein Urteil kommt heute aus dem 3D Drucker.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/07/rezension-heliosphere-2265-im-zentrum.html

Nur nicht hetzen lassen

Heliosphere 2265 - Band 19: Hetzjagd (Science Fiction) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
"Das All blutet."
So, diese Rezi bin ich noch schuldig für die LeseRunde. Es geht nämlich schon wieder weiter für Teil 20. Also Key, schwing' die Hufe, lass die Finger bluten. Und ich weiß jetzt gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Es ist eine laufende Serie, Spoiler nicht verhandelbar. Die Leserunden mit dem Autor Suchanek, der ein bemerkenswertes Verhalten gegenüber seinen Fans und Lesern an den Tag legt, sind die besten die ich auf LB je mitgemacht habe, und das obwohl wir da meist nur im kleinen Kreis kommentieren.

Da kommen dann halt so spaßige Dinge auf wie: "Schokoladenplaneten" oder "erlegen" statt erleben, nebst Nähkästchen-Geschichten wie "zärtliches Attest". Wirklich sehr unterhaltsam. Wer noch zusteigen möchte… kann ich wirklich nur empfehlen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man die ersten 15-20 Teile flott in einem Wisch durchlesen kann, wenn man mag. Wer ein bisschen länger braucht, kein Ding, wir holen ja selber grad noch auf bis zu Band äh… 36 (im Moment).


"Es kann quasi gar nichts schief gehen."
Vom Titel dieses Bandes lass ich mich nicht hetzen. Die DarkWave breitet sich aus, die Assassinen treiben ihr Unwesen, auf einmal ist Masse in Mode und überhaupt wird der Leser hier ganz schön ran genommen im Chaos. Wir weinen Tränen der Trauer und des Schocks, nur um dann auf den Kindergarten von Kirby zu treffen, der es faustdick hinter den Ohren hat. "Marines bereit machen zum Entern!" - "Äh wir haben keine Marines." Ups, da war ja was. Oder auch: "Das andere Links!" Dieser Punkt markiert dann auch die Grundsteinlegung der Spin Off Serie: Mars-Projekt.

Die anderen beiden Handlungsstränge bewegen sich rund um den 'doofen ersten Tag' der Madame Präsident, sowie der Erinnerungsauffrischung von Jayden Cross. Jawohl, diesmal dürfen wir mal wieder schauen was es in 2317 zu sehen gibt. Zum Beispiel: eine weitere Runde auf der Massageliege mit Alpha und ein Intermezzo mit Michael-Lukas. (Ich nenne sie schon in meinen Gedanken liebevoll MiKas.)


"Nicht, dass wir eine Wahl hätten."
Wirklich eingefangen hat mich der Strang um die TORCH II sowie die JAYDEN CROSS. Sie war unterhaltsam, emotional, schockierend und dann doch wieder humorvoll. Cassy war mir zu sehr auf Drama poliert um Jayden durch seine Erinnerungen zu führen und die verkorkste Situation auf der NOVA Station war wichtig, aber nicht so unterhaltsam.

Herr Suchanek kann schreiben. Er fasst sich kurz, bietet aber viel - das schafft nicht jeder so kontinuierlich durchzuhalten. Ich weiß ja noch nicht wie die nächsten 15 Teile sein werden, aber bisher bereue ich es nicht, die Serie begonnen zu haben. In der Gesamtheit gesehen, liefert er ein ums andere Mal Qualität ab. Klar, bin ich nicht mit allem 100% einverstanden oder interpretiere in den ein oder anderen Charakter falsche Züge hinein. Vielleicht verfahre ich mich sogar auf lange Sicht. Da meine ausgemachten Lieblinge ja nun doch Lukas, Kirby und in zweiter Reihe Alpha und Tarses sind, ja, ich find' sogar Mother Cross hoch interessant - auch wenn sie echt nicht den Preis: 'Mother of the year' verdient.


"Verwaltungskram? Ich wollte lieber auf etwas schießen."
- "Männer!"
Fazit: 
In diesem Teil haben wir sie alle noch mal wieder: Isa, Santana, Jackson, Tarses, Jessica, Kirby, Calvin, Lukas, Cassandra, Sarah, Tess, Alpha, Jayden, Janis, Noriko, Giulia, …
Wir haben Murphys Law, wir haben den Bösen der das Handbuch für Böse nicht beachtet, wir sind ordentlich durchgeschüttelt worden, auf Verfolgungsjagd, blicken in die Vergangenheit und mutmaßen über die Zukunft. Es gibt Konfliktpotential welches noch nicht in Gänze ausgeschöpft ist.
Ich hab' sogar was Neues gelernt. Ich weiß jetzt was eine Personalunion ist.

Mein zufriedenes Urteil 
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/05/rezension-heliosphere-2265-hetzjagd-by.html

Viel zu tun

Heliosphere 2265 - Band 18: Die Wahl (Science Fiction) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
"Was war nur aus der Menschheit geworden?"
Man hat immer eine Wahl. Und eine Wahlbeteiligung von annähernd 100% ist für jede Demokratie erstrebenswert. Soll das letzte Mal 1972 in Deutschland vorgekommen sein mit 91% (laut unserer Leserunde). Ich jedoch war da noch nicht geboren und kenne nur den üblichen: Mimimi- keiner geht wählen - Slogan. Die Menschen der neuen solaren Republik stehen jedoch ziemlich unter Druck. Wenn sie sich neben/ gegen Sjöberg behaupten wollen, sind sie darauf angewiesen einen neuen Präsidenten zu wählen. Eingeleitet wurden die in Frage kommenden Kandidaten im letzten Teil. In diesem geht es nur noch darum den/die SiegerIn zu vereidigen.

Doch das wäre ja zu einfach und würde kaum hundert Seiten füllen. Es sei denn, wie im suchanek'schen Kosmos üblich, kämpfen wir mal wieder an allen Fronten. Santana Pendergast hat noch immer den 'kleinen Mann' im Ohr, der ihr befiehlt was sie zu tun und zu lassen hat. Die aufgeweckte Kirby befindet sich noch immer in Trauer um den vermeintlichen Tod ihres Geliebten. Es wird ein merkwürdiges Signal von dem Flaggschiff TORCH II aufgefangen und ehe man es sich versieht, bricht die Kommunikation zur NOVA Station ab. Irgendwo wartet unentdeckt die 'dark wave'. Die Zukunftsrebellen hecken irgendwo etwas aus. Björn Sjöberg heckt auch immer etwas aus. Irgendwo sitzt dieser Zeitspringer Meridian und verfolgt seine Pläne. Die Hundealiens sind sauer. Von den Parliden hört man zwar grad nichts, aber sie sind noch da - irgendwo. Die Assassinen assassinieren munter. Und irgendwo (Raum/Zeit 1 von 3) hinkt die HYPERION herum, ach ja und der 'dunkle Wanderer' … öhm wandert immer noch.
 
 
"Das All war groß."
Und das sind noch nicht einmal alle Stränge die noch lose sind. Keine Sorge, all diese Fronten werden nicht aufgegriffen. Der 18. Teil der Serie ist unterteilt in drei Phasen und ausnahmsweise vernachlässigt der Autor unsere liebgewonnene Crew der HYPERION zugunsten der NOVA Station. Im letzten Teil habe ich noch hoch gelobt, dass er beides gleichzeitig nicht aus den Augen verliert. Hier musste er sich entscheiden. Rückblickend war es sicher besser so, was aber nicht heißt, dass ich es schlichtweg schade finde.

Außerdem schade fand ich Phase 2 generell, da mir die Szenen zu hektisch hin und her sprangen und ich der Meinung bin, hier hätte man problemlos raffen können. Phase 3 dagegen war fast schon zu kurz. Man muss aber auch sagen, dass das eine die Ruhe vor dem Sturm war und das andere zwangsläufig zu einem Cliffhanger führt. Was nicht weiter verwunderlich ist. In dieser Serie wird man regelmäßig gesuchanekt.


"Der Bart kann schließlich nichts dafür."
Ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll. Denn dank Facebook wurde angemerkt, meine Vorstellung des ersten Zyklus/ Rezension könnte ein wenig viel verraten haben. Was natürlich schwer ist bei einer Serie diese Gradwanderung zu gehen. Natürlich verrate ich hier nicht wer die Wahl gewonnen hat, noch was überhaupt so in Phase 3 los war. Ja, ich verrate höchstens, dass keiner mit Sjöberg Mitleid hat. Die Sache ist ja die: Die Serie ist schon bei Teil 37 und meine Rezi hier so weit zurückhängend, fällt kaum ins Gewicht. Zumal ich jedem nur raten kann: fangt vorne an und nehmt se alle mit.

Ohnehin kann ich mich diesmal damit herausreden, dass ich ja wieder an der passenden Leserunde teilgenommen habe und somit alle Fragen dort gestellt habe, meine Kritik dort direkt verfasst habe und wir dort sämtliche Vermutungen anstellen, wie es mit den Entwicklungen weitergehen könnte.

Fazit: 
Was der Autor schafft: Eine All-umfassende Gesamtkomposition abzuliefern. Mit Duschen und Massagesesseln auf dem Erholungsdeck. Er hat viele Handlungsstränge parat liegen und ich kann mir vorstellen, ihm selbst nützt das ungemein sich mit Nachzügler-Lesern auseinander zu setzen. Ich frage mich wie sein Arbeitszimmer aussieht, da bestehen die Wände bestimmt aus Kork und sind vollgepinnt mit Zetteln und roten Wollbändern um all die Verstrebungen im Auge zu behalten. 

Wie erwähnt, erschien mir dieser Teil ein wenig schwächer, aber dabei nicht unwichtig! Es sind ein paar sehr einschneidende Ereignisse geschehen und als Leser durfte man dabei in der ersten Reihe sitzen. Man darf gespannt bleiben wie sich alles 'zu Hause' weiter entwickeln wird und was Cross und seine Crew später wohl vorfinden werden, sollten sie jemals zurückkehren.

Mein Urteil ist ein Chronomesser in Gestalt einer antiken Standuhr:
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/search?q=die+wahl

[GEWINNSPIEL] Buchboxen

 
*EDIT* Weil es im Video nicht gesagt wurde: Das Gewinnspiel geht bis Sonntag, 19. Juni 2016, 23:59 Uhr.
 
Nur weil Nika nicht alles aus den erhaltenen Buchboxen gefiel und sie nicht alles brauchen kann, heißt das ja nicht, dass es euch auch so geht. Daher verlosen wir 4 englischsprachige Jugendbücher und einige Goodies aus diversen englischsprachigen Buchboxen. Alles weitere erfahrt ihr in diesem Video:

[FAZIT] Ein paar Monate mit Buchboxen

Nachdem ich (Nika) ja einige Zeit mit der Recherche der diversen Buchboxen beschäftigt war und mir dabei auch einige bestellt habe, sind mittlerweile von jeder bestellten Box mindestens eine bei mir angekommen, so dass es Zeit für ein kurzes Fazit wird.

Die Boxen sind dabei nach dem Zeitpunkt ihrer Ankunft sortiert. Eine Schnellübersicht sortiert nach Punkten gibt es am Ende des Beitrags.

Die Boxen in diesem Beitrag sind:
  1. Owlcrate März "Writer's Block"
  2. Fantasy and SciFi Books April "Aliens, Aliens, Aliens"
  3. Prudence and the Crow April
  4. Owlcrate April "Dystopia"
  5. The Book(ish) Box April "Favorite Villains"
  6. BookedBox April
  7. The Book(ish) Box Mai "Harry Potter"
  8. Once Upon A Bookcase Mai
  9. Fantasy and SciFi Books Mai "Fantasy"
  10. Illumicrate Mai
  11. Owlcrate Mai "Steampunk" 
  12. Prudence and the Crow Mai
  13. Fairy Loot April "Intrigue" 
  14. BookedBox Mai
  15. Fantasy and SciFi Books Juni
  16. The Best Damn Book Box April "All that Glitters"


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WERBUNG:

Auf Nachfrage gibt es die Steampunk!-Box, die zunächst als reine Blogger-Box gedacht war, nun bis 15.6.2016 für alle im Shop zu kaufen. Der Versand erfolgt am 30.6.2016, da einige der Goodies erst in Handarbeit von den Händlern hergestellt werden.

 

Hier geht es zur Steampunk!-Box.

 

Mittlerweile sind auch die Juli-Box zum Thema "Kino im Kopf" sowie ein 3-Monats-Abo im Shop erhältlich.

 

Eine Lesekatzen Buchbox enthält eine deutschsprachige Neuerscheinung sowie 3-5 buchige Goodies passend zum Monatsthema.

 

Der Versand der Boxen erfolgt jeweils am 20. eines Monats.

Auf einem Baum drei Raben stolz, oh weh, oh weh

Call of Crows - Entfesselt - Shelly Laurenston
"Jeder Rabe ist eine Krähe,
aber nicht jede Krähe ist ein Rabe."
Lieber Piper Verlag, es ist an der Zeit einmal Danke zu sagen. Danke für viele wunderbare Bücher in eurem Sortiment. Ich könnte es jetzt durchzählen, aber ich bin mir sicher, dass ich einen ganzen Haufen aus eurem Haus habe. Und brandneu dieses Exemplar. Aiken (oder Shelly Laurenston) zählt nicht zu meinen LieblingsautorInnen, dennoch habe ich alle deutschen Bände von Lions, Wolfs und Dragons. Warum? Weil es so schön kurzweilig ist. Manchmal braucht man das. Und da ich die Bücher mit viel Begeisterung und Schmunzeln immer so runterlesen kann, sind sie mir vielleicht doch viel lieber als ich glaube.

Das liegt auch daran, weil ich mich wirklich gut selbst darin sehen kann. In den Lions mehr als den Dragons. Flapsig, humorvoll und manchmal auch ein wenig niveaulos - so würde ich es beschreiben. In dem Fall nichts Schlechtes, auch wenn mich jedes 'Schlampe' einfach nur nervt. Das machen aber lebensgroße Xena-Pappaufsteller, Göttinnen denen man Socken schenken kann, Led Zeppelin Shirts und Katharine Hepburn wieder wett.

"Unsere Versicherung deckt keine Pitbulls ab."
Ausnahmslos jedes Buch dieser Autorin funktioniert nach demselben Muster. Bisschen Hintergrundgeschichte die alle Teile miteinander verbindet, Annäherung, Sex, irgendetwas eskaliert, bisschen Kampf, dann Heilung und wieder Sex und noch einmal ein bisschen Hintergrundgeschichte. Auch Call of Crows bildet hier keine Ausnahme von der Regel, mit der die Autorin seit Jahren gut fährt. Ich erkenne keine bedeutende Weiterentwicklung. Im Gegenteil, meine ich zu sehen, dass sie sich auf gewisse Lieblinge eingeschossen hat.

Ihre Männer sind im Verlauf immer größer geworden und bleiben es auch hier als 2Meter Wikinger, dabei muss ich nicht erwähnen, dass Odin noch mal einen drauf legt (der ist übrigens kein Fan von Nazis (wer ist das schon) klaut aber kleine Jungen, was ich beunruhigend finde). Ihre Frauen sind ein wenig verschroben, hibbelig und neigen zu CatFights. Hunde kommen gern als Haustiere vor. Irgendwie ist ja dann doch immer jemand vom Militär dabei. Ein vereinzelter Bärengestaltwandler taucht auf. Was sie aber anders macht, ist die Leichtigkeit. Die Story wird zügig vorangetrieben und auf das Wichtigste begrenzt. Statt also 'die Neue' jetzt wochenlang auszubilden und aufzuklären, wird sie einfach vom Dach gestoßen. Learning by burning und wenn du es nicht überlebst, bist du ohnehin nicht stark genug eine Crow zu sein. Erfrischend geradlinig und dies zieht sich durch die gesamte Handlung die ansonsten nicht mit nennenswerten Wendepunkte glänzen kann.


"Gemeinschaftswaschschüssel.
Es gibt wirklich keinen Grund,
diesen Satz zu Ende zu sprechen.
"
Um den Klappentext nicht zu wiederholen: Ob Kera, die Protagonistin, Barista ist, wage ich zu bezweifeln. Sie ist in erster Linie Marine im Ruhestand und das wird wirklich in jedem Kapitel erwähnt. Ulkigerweise ist das Wichtigste das sie daraus mitgenommen hat ihre Meditationsübung. Alles geht dann recht zügig voran und die von der Göttin Skald wieder erweckte Kera kommt ins Bird House und muss fortan ihr zweites Leben als Crow-Clan Angehörige beschreiten. Frei weg bedient sich Aiken hier an der nordischen Mythologie und wird wohl auch die Edda gelesen haben in diesem Zug. Ich finde jedenfalls einige interessante Dinge wieder, die ich selbst kenne.

Man erfährt ein bisschen über die verschiedenen legitimen Clans, die sich untereinander nicht grün sind. Über die Mitglieder der Crows an sich. Wenn es wieder eine Reihe wird, dann sind wahrscheinlich bald alle Mädels mit jemand anderem zusammen der bis dahin auch schon mal aufgetaucht ist oder eben zu dem Zweck neu eingeführt wird. Der Autorin macht dies ganz besonders viel Spaß. Und mir das zu lesen. Richtig gut gefallen hat es mir dann in Asgard und ich frage mich wozu überhaupt die Haupthandlung in die normale/ reale Welt versetzen, wenn man diesen Ort hat? Das wäre weitaus spannender dort gewesen.

Fazit: 


Was Aiken kann: Charaktere. Lustige, lebensnahe Verschrobenheiten, Tics und Eigenarten zusammen basteln und mit Vorurteilen spielen. Außerdem die wörtliche Rede in denen die Chars sich lauter Zeug an den Kopf werfen, zB auch Hämmer, Wasserflaschen und Klemmbretter.
Was sie nicht kann: Was Neues machen. Sie gibt ihren Gestaltwandlern nur andere Fähigkeiten, in diesem Fall nur Flügel und Krallen (für's Erste). Die Grundideen bleiben erhalten: Götter die Unheil anrichten wollen etc
Was ich sehr mag: Das Kennenlernen der Charaktere und die enge Verbundenheit der Gruppen, Loyalität, Bruderschaft, Freundschaften.
Was ich gar nicht mag:
(Das Achselzucken, hatte ich ja schon mal angesprochen.) Das Geld. Aikens Chars haben immer eine hohe Kante mit viel zu viel Spesen. Langweilig. Der Fuhrpark der Crows alleine ist so ausufernd, dass es mich nicht im Mindesten beeindruckt den Aston Martin zu sehen.
"tick, tack, tick, tack, katsching!"

Das Paradebeispiel an großen, gut bestückten, nicht gerade subtilen Charakteren, die alles haben, alles können und dann auch noch von Göttern begünstigt werden und im Hintergrund die Welt retten ohne, dass die Normalsterblichen es mitbekommen (sollen). Da die Crows in Malibu nicht die einzigen sind auf der Welt, gilt auch hier wieder meine Frage: Bei so vielen übernatürlichen Wesen, wer ist dann noch Mensch? Denn bisher kennen wir ja nur das nordische Pantheon.
Wer die anderen Reihen verpasst hat, kann getrost mit dieser anfangen um sich eine Meinung über Aiken zu machen. Meine Favoriten bleiben jedoch die Lions. Da ich mich aber kenne, werde ich auch von den Ravens, den Stillen, den Protectors, den Riesentötern, den Walküren, den Holden Maiden, den Ran, den Nachtmaren, und den Crows nicht die Finger lassen können und bin gespannt ob es ein Ragnarök geben wird.

Mein Urteil hat nen leichten Bonus für den Notfalltampon.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/05/rezension-call-of-crows-ga-aiken-by-key.html

Über Waldfurien und Ringträger

KALYPTO - Die Magierin der Tausend Inseln: Roman. Band 2 (Fantasy. Bastei Lübbe Taschenbücher) - Tom Jacuba
"Es gibt nur eine Siegerin."
Als GastRezi fasste ich letztes Jahr zu Teil 1 auf Darkstar's Fantasy News meine Gedanken zusammen. Teil 1 erhielt von mir die erschreckende Wertung: beinah perfekt. Ich musste meine Rezi jetzt selbst noch mal lesen, weil ich gar nicht weiß was ich jetzt sagen soll. Ich empfinde den zweiten Teil als nicht so gut wie den ersten. Das kann man daran festmachen, dass ich einfach einen ganzen Monat an dem Schinken geknabbert habe. Diesmal hat es mich einfach nicht so derb gepackt und festgehalten. Dafür gingen die letzten 30% aber in einem Rutsch, nicht zuletzt aufgrund der Waldfurie und Pirol Gumpen.

Hochgelobt und auch hier wieder spürbar, die Geschicklichkeit mit der der Autor sein Handwerk versteht. Die Eigenheiten der verschiedenen Völker hervorhebt und charakteristische Merkmale betont. Neben eher gruseligen Figuren wie dem Hund des Tarbullos gibt es fragwürdig komische wie die irre Mutter oder den Musikus (bei dem ich mich frage, ob der noch wichtig wird, wenn er schon an einer Schwertdame hängt).
Neben den vordergründigen Handlungssträngen gibt es dann viel Platz für Spekulationen über die Kalyptiker und das ERSTE MORGENLICHT, sowie die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ringe.
 

"Mein wichtigstes Körperteil ist nämlich mein Hirn."
Ich bin leider ziemlich enttäuscht von einigen Entwicklungen, andere wiederum deuten voraus wie es mit dem nächsten Teil weiter gehen wird. Den will ich unbedingt lesen, kommt im Sommer. Aber ohne LeseRunde. Ich bin den LeseRunden momentan überdrüssig und geholfen hat es mir diesmal auch nicht. Ich hatte dieses Mal zu viele Dinge nebenher zu erledigen, als dass ich täglich ein Stück lesen konnte. Es ist aber immer so schön, mit dem Autor direkt in Kontakt stehen zu können, denn dieser hat auch hier viele (teils persönliche) Zusatzinformationen geliefert. Wie diese hübsche Anekdote über die Bezeichnung der Waldfurie: "Meine Waldschlampe habe ich dann in die direkte Rede der Waldleute gerettet."

Der Wiedereinstieg hingegen passt super, knüpft inhaltlich direkt an die Geschehnisse an. Der Waldmann und die Ex-Königin befinden sich auf der Flucht, kommen sich dabei aber ein klein wenig näher. Die Thronräuberin legt sich mit dem 'Tornado' der Bluttrinker an. Catolis bereitet Plan B vor, während sie auf dem Weg ist Zlatan davon abzuhalten einen ziemlich großen Fehler zu machen. Ein paar Klischees über Zicken, Jungfrauen und Machos tauchen auf, sind aber liebevoll in den Charakteren verpackt.


"Sie kennen kein Erbarmen,
sie scheuen keinen Feind.
"
Wir bewegen uns dann weiter mit den Charakteren mit. Über einen kleinen Umweg zu Lasnics Stammesgebiet. Und die Zeitsprünge die hier dabei waren, vor, während, nachdem ein Wal eine hübsche Nebenhandlung hatte, haben mich ein wenig ins Straucheln gebracht, leider. Gut beschrieben, wenn auch allseits unbeliebt: Folter, Mord und Vergewaltigung ohne zu beschönigen, schließlich ist das kein Ponyhof, sondern Krieg. Und zwar ein ziemlich alles entscheidender - wie Catolis' Traum dem Leser schließlich bestätigt.

Ich stelle zunehmend fest, dass mir viele Charaktere neuerdings Dinge anstellen, die ich einfach nicht mehr mag. Manchmal kann ich darüber hinwegsehen und sagen: Ach, ich muss nicht immer einverstanden sein. Manchmal aber sorgt das eben dafür, das man zu weit weg steht. So wie hier. Mich interessieren Lasnic, Ayrin und Lauka immer weniger bis kaum noch und leider hat jetzt zum Ende hin auch Catolis massiv an Sympathien bei mir eingebüßt. Dafür rücken natürlich Nebenfiguren wie die Furie und Gumpen sowie natürlich mein geschätzter Lord Frix (auch gelegentlich im Frauenrock) in den Vordergrund und Szenen mit diesen lese ich umso lieber.

Fazit: 
Wem Teil 1 gefallen hat, muss unbedingt weiter lesen. Wer mit Teil 1 nicht warm wurde, dem wird es wohl auch nicht beim zweiten passen. Denn der Stil bleibt derselbe. Ich finde sogar alles wird nur noch konfuser, abgesehen von den Charakterentwicklungen. Von dem nächsten Teil erhoffe ich mir die gewohnte Qualität fortgeführt zu sehen und alle Handlungsstränge aufzulösen. Wahrscheinlich gipfelt es darin, dass es Tote geben wird. Und um mich mal ganz weit aus dem Fenster zu lehnen: Ich befürchte es wird ein normales Happy End gestrickt werden.

Für mich wäre es übrigens ein Happy End wenn das zweite Reich von Kalypto aufersteht und Catolis das große Spiel gewinnt mit ihren Bluttrinkern. Ich fürchte nur ich lag viel zu oft daneben bisher, als das dieses Ende realistisch ist. Wer noch mit rätseln möchte, soll sich herzlich eingeladen fühlen und dazu steigen. Ja, es sind mittlerweile über 1000Seiten, davon sollte man sich wirklich nicht abschrecken lassen. Dann braucht man eben etwas länger, am Ende aber (und ich spekuliere darauf, dass Teil 3 gut wird) ist es ein geschmeidiges Gesamtwerk mit (ein paar Längen,) viel Dramatik, Blutvergießen und Chaos.

Zum Urteil drehe ich eine Runde mit einem der Fluggestelle im Sturm
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/05/rezension-kalypto-2-tom-jacuba-by-key.html#more

Wasser teilen, nicht drüber laufen

Fremder in einer fremden Welt - Rosemarie Hundertmarck, Robert A. Heinlein
"Sieg in der Niederlage,
und einen größeren gibt es nicht."

Er ist nur ein Ei. Und er wird die Welt auch nicht in ihren Grundfesten erschüttern. Er kam weder als Erlöser noch als Aggressor. Michael wollte nicht einmal zur Erde kommen. Er fand es in seinem Nest auf dem Mars ganz schön, zwischen seinen Nestbrüdern, den Marsianern. Doch ist er ein Menschensohn und als solcher zurückgeblieben. Nicht mental sondern real. Einstmals brach die ‚Envoy‘ auf, landete mit ihren selektierten Paaren und sie starben aus. Die Menschen besuchten den Mars und vergaßen ihn wieder. Dann machte sich die ‚Champion‘ auf und fand das Überbleibsel: den Bastard Smith.

Und nicht nur ich habe ein großes Herz für Bastarde. Sondern auch die Krankenschwester, der Reporter und Jubal. Die hinter den wachsamen Augen der Regierung den, gelegentlich in katatonische Zustände verfallenden, außerirdisch Geborenen aus der Anstalt schleusen, denn er hat Menschenrechte. Und dazu gehören ein unanständiges Erbe seiner Eltern nebst Anteilen an Firmen und, ach ja, ehe ich es vergesse, der Mars selbst. Doch um diese Rechte jemandem beizubringen, der die Sprache nicht einmal spricht, braucht es einen tüchtigen Rechtsverdreher.
 
"Das Gute liegt im Lachen."
"Ich groke, daß das Tapferkeit ist… und ein Teilen… daß man damit angeht gegen Schmerz und Kummer und Niederlage." 

Ich möchte mich kurz fassen. Denn würde der Altmeister, einer der ‚großen Drei‘ Science Fiction Autoren noch leben, würde ich ihm sicher einige Takte zu seinem Geschreibsel zu sagen haben. Aber ich groke, er wird es auch so als schwaches Echo wahrnehmen. Groken, was bitte soll das sein? Kann ich euch nicht sagen, ich kann nämlich kein Marsianisch. Und wenn ich es könnte, wäre ich sicher nicht hier und würde diese Rezension schreiben. Viel mehr würde ich mich wahrscheinlich damit beschäftigen mit meinen Nestbrüdern zusammenzuwachsen und das Wasser zu teilen - nackt.

"Wir Menschen müssen noch wesentliche Fortschritte machen,
bis wir verstehen, ein Geschenk anzunehmen und wertzuschätzen
.
"

Wahrscheinlich ist über diesen Roman ohnehin schon alles gesagt worden, was es zu sagen gibt, nebst Studien und Aufsätzen an Universitäten, wenn ich das richtig recherchiert habe. Es gibt einige - zugegeben viele - Augenblicke in denen ich herzhaft lachen musste und aus vollem Herzen, mir meiner eigenen Unzulänglichkeiten bewusst, zustimmen konnte. Wie es sich jedoch gehört nicht in allen Punkten.

Besonders der frühe Michael, der noch naive und absolut devote junge Mann, lassen die Sympathien höher schlagen in jedem Herzen, welches zu Mitgefühl fähig ist. Doch wird auch der Fremde irgendwann erwachsen und dann sind einzig nur noch die Passagen des Jubal höchst unterhaltsam, denn der gewiefte, weitsichtige und vorausschauende Autor - DIENST! - setzt sich gekonnt in Szene. Die zweite Hälfte wird vorrangig bestimmt vom Emanzipationsprozeß, vom Lernen und davon, dass allerhand Leute Michael verfallen. Abschließend streckt sich die Handlung sich noch nach Sektenbildung und Glaubensfragen und gipfelt regelrecht in mehreren philosophischen Ergüssen.

Fazit: 
Generell: Ja. Die Menschheit ist ein Übel, aber vielleicht irgendwann so weit über sich hinaus zu wachsen. Mit Wortschatz oder Mathematik oder Glaube - vielleicht auch mit der Kunst? - ist doch völlig egal. Ich groke das eh nicht in ganzer Fülle. Was ich aber durchaus groke ist die Meisterhand hinter dieser Geschichte. Man darf nicht vergessen, das Werk hat einige Jahre auf dem Buckel, ein paar Maßstäbe haben sich inzwischen verändert. Und damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass erschreckend viele Fehler enthalten sind. Nicht die Rechtschreibung, das war damals eh eine andere. Mehr die Tippfehler und vergessene Buchstaben. Das Übliche eben - prangere ich konsequent an bei Büchern heutzutage. Darüber sehe ich in diesem Fall auch nicht hinweg und ziehe eine Katze ab.

Glücklicherweise, denn so erspart es mir die Frage wie ich aus unserer 5er Kasten-Wertung eine 5 1/2 oder 6er machen sollte.
Dieses Buch hat natürlich so rein gar nichts mit: "Der Marsianer" zu tun. Oder doch, grokt Mark Watney? Dieses Buch bietet unglaublich viel und wer einmal drin ist, sieht kurzweilig mit anderen Augen und denkt sich: "Es könnte so einfach sein, isses aber nicht." (Fanta4 & Grönemeyer)

Mein Urteil für den Wasserbruder.
 
Danke an meine Freundin, die mir dieses Werk ans Herz legte.
Quelle: http://lesekatzen.blogspot.de/2016/04/rezension-fremder-in-einer-fremden-welt.html

[UNBOXING] Prudence and the Crow Mai

 
Am gleichen Tag wie meine Owlcrate kam auch meine Prudence and the Crow Box für Mai an. Natürlich musste ich die auch gleich auspacken:
 
 
 Wie gewohnt habt ihr die Möglichkeit, das Unboxing in dem Youtube-Video oben zu schauen, oder den Beitrag unter dem Cut weiterzulesen.